Planeten_in_der_Hand

Handlesen beginnt mit der Frage: Aus welcher Hand soll ich lesen? Handlesen aus der rechten vermittelt Orientierung in Beziehung und Beruf. Die ganze Hand zeigt, wie wir uns im äußeren Leben tatkräftig verwirklichen. Die linke Hand beschreibt unser inneres und privates Leben. Bei Linkshänder ist Handlesen komplizierter, denn die Deutung lässt sich nicht einfach umkehren.

Handlesen verbinden die meisten Menschen mit den Handlinien. Doch schon die Handform verrät unser Temperament. Die verschiedenen Erhebungen in der Handfläche lassen sich den astrologischen Planeten zuordnen. Der größte "Handberg" ist der Daumenballen, der die Vitalität anzeigt. Ihm gegenüber an der Handkante liegt der Mondberg, auch Phantasieberg genannt.

Die Handlinien sind zweifellos das Faszinierendste, das man beim Handlesen entdecken kann. Das große "M" in der Handfläche wird aus der Herzlinie, Kopf- und Lebenslinie gebildet. Fällt eine der drei besonders auf, erkennt man mit einem Blick, ob beim Handeigner das Gefühl, der Verstand oder die Vitalität dominiert.

Schon Julius Caesar wusste, als er den Daumen hob oder senkte: Dieser Finger symbolisiert den Willen der Persönlichkeit. Grobiane haben deshalb klobige Daumen und Diplomanten verfeinerte mit einer schlanken Taille. Jeder Finger spricht Bände.

Die Hände und das Horoskop sind nicht das gleiche.

Die Hände spiegeln nicht die volle Anlage des Geburtshoroskops wider, aber wie es sich auswirkt. Sie zeigen uns zwar eine Ansicht derselben Person wie das Geburtshoroskop aber aus einer anderen Perspektive. Es ist, als ob wir denselben Baum aus verschiedenen Seiten beschreiben. Die Hände drücken aus, welche Bereiche das Geburtshoroskop im wirklichen Leben gerade aktiviert sind. Darüber hinaus markieren sie Zeiten für wichtige Lebensereignisse.

Albert Einstein linke Hand

In der Renaissance-Zeit war es bei uns durchaus üblich, Handlesen mit Astrologie zu verbinden. Ich kombiniere dabei zunächst die Handmerkmale mit dem Geburtshoroskop. Zur Prognose verwende ich die Handlinien, den Siebenjahres-Rhythmus, die Transite, Solare und gelegentlich die Primärdirektion. 

Im Folgenden finden Sie Deutungen von Prominenten:

I. Michael Jackson - Handlesen, Handlinien und Geburtshoroskop

II. Rudolf Steiner - Das Geburtshoroskop

Handlesen_Johannes_Hartlieb_Chiromantie

Handlesen hat auch im Herzen Europas eine ältere Geschichte. Schon zu Beginn des Mittelalters begannen englische Mönche das Handlesen zu studieren. Sie fanden darin nichts Antichristliches und verfertigten darüber die ersten Schriften und Zeichnungen. 

Eine rasante Verbreitung von Schriften über das Handlesen begann mit der Erfindung des Buchdrucks: Die "Kunst Chiromantia" von Johannes Hartlieb war eines der ersten Bücher, das neben der Lutherbibel überhaupt gedruckt wurde. Von ihr stammt die nebenstehende Abbildung.

Lesen Sie weiter zu:

I. Spuren der abendländischen Chiromantie

II. Die Handlinien im alten englischen Eadwine Psalter

III. Julius Spier, Etty Hillesum und Dr. Charlotte Wolff

IV. Rudolf Steiner und die Chiromantie

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